128. V Praze 10. srpna 1607.

Dobré zdání zřízených komisařů České komoře o prováděcím nařízení k zákonu o válečné dávce z přepychového zboží: podepsaní komisaři podávají rozbor relace podobné komise z r. 1603, vyslovují se pro paušální zdanění všech obchodníků s přepychovým zbožím a stanovení pokut na jeho neplnění. Posléze doporučují zřízení ještě jedné komise, která by srozumitelněji pojednala s obchodníky a referovala zemskému sněmu.

Orig. pap. v archivu ministerstva vnitra "Stará manipulace S 15/13". In tergo: 10. Augusti 1607 a jinou rukou: der Röm. kais. Mt hochlöblichen herren böhmischen cammerpresidentenamtsverwaltern und raten zu übergeben.

Wolgeborne, edle, gestrenge, gnedig und günstige herrn!

Dero schreiben und auflag vom 27. juni haben wir empfangen und verstanden und seind darauf den 17. juli zusambenkommen und uns vorhero unterredet, wassgestalt diese anbevoh-lene commision wegen der von den hochlöblichen stenden des kunigreichs Behaimb im verschienen und jetzigen jar geschlossenen anlag von goldund silbernwahren, als gold, silber, passamen, claynottern, halsund armbender, ring und dergleichen, so beedes durch die intendisene und hofhandelsleut verkauft werden, dass von desselben wert das achte schock möchte eingebracht werden [o vývoji a různých obměnách dávek z přepychového zboží viz "Sněmy české XI. Sv. 1, str. 159 pozn. 1."], befinden aber dabei soviel:

Erstlichen, dass alsbald die kriegsverwilligung angefangen, auch ein dergleichen commission durch fuhrnehme landoffizier ist bestellt, die hamdelsleute nicht allein erfordert, sondern auch ihre laden besucht und mit grosser mühe gleichwol auf ein gewissen anschlag auf jeden laden per pausen ist geschlossen worden, das dann gleichwol etwas ausgetragen, wie aber solches eingebracht worden und durch Ihr Mt herrn hofmarschalk aber der auf die hofhandelsleut gemachte anschlag und den mehrern teil geringert, die intendisene handelsleute dardurch auch mit irer gebür zurückgehalten und dis orts nichts richtiges ervolgt, und was darbei für hinderungen mehr fürgefallen, das wird sonders zweifels bei der Behemischen canuner oder obristen steuereinnemberambt vorkommen und daselbst zu befinden sein.

Zum anderen, so ist noch im 603 jähr ein gleichmessige commission gehalten und darzue herr Jacob von Molart freiherr, der herr von Subusin freiherr, Johann Plateis und Niclas Schwarzberger verordnet worden


[o Jakubu Molartovi viz pozn. 2 u č. 31, "von Subusin freyherr" jest bývalý český vicekancléř a pak nejvyšší mincmistr Kryštof Želinský ze Sebuzina. O něm podal zevrubnou informaci prof. J. Borovička v ČČH roč. XXVIII. v pojednání "Pád Želinského". Jan Platejs z Platnštejna pocházel z pražské měšťanské rodiny, která se přistěhovala prý ze saského Wittenbergu (Gen. sbírka Dobřenského), před r. 1584 byl úředníkem pana Vratislava z Pernštejna, načež stal se sekretářem v České kanceláři a pozdi ji vedoucím sekretářem její německé expedice. R. 1586 koupil v Praze dům na Starém městě, po něm nazvaný Platýz, a oženil se s bohatou nevěstou Dorotou Sixtovnou z Otrštorfu. Rok před tím dostal od panovníka šlechtický predikát, ale do země byl přijat stavy teprve v únoru 1604. V letech 1596 až 1602 byl cís. rychtářem na Starém městě pražském. Toho roku byl povolán do České kanceláře, ale zároveň zůstával dále úředníkem nad ungeltem v Týně Do České kanceláře byl povolán patrně na přímluvu staré paní z Pernštejna, jejímž byl právním rádcem. Byl i průmyslovým podnikatelem. Spolu se staroměstským patricijem Jiřím Hejdeliusem měl pronajaty od České komory uhelné jámy na Zbirožsku (K. Stloukal, Česká kancelář str. 120)], welche dann ebensfalls ein[!] zusambenkunft gehalten und von dem mangel der uneigebrachten contribution vom 601 jähr an, und wie dieselbe in künftig richtig erlegt, beratschlagt und erwogen. Was sie nun wegen dieser handlung für ein[!] relation verfasst und übergeben, das ist aus abschrift hiebei zu ersehen. Und nachdem weder die hofnoch frembde handelsleut von claynottern und edelgestein dem landtag zuwider was angesagt, noch die bewilligte Steuer erlegt und zue einbringung desselben zween weeg fürgeschlagen und dahin gangen:

Erstlich, weil alle handelsleut, Christen und Juden, inlendische und hofhandelsleut, gulden- und siliberwaaren als possamen- gold- und silberstuck im Ungelt im Tein der zollordnung nach jederzeit angesagt und daselbst eingeschrieben und mit solchen kein sondere difficultät habe, das man von den ungeltsambleuten solches erkundigen, ausschreiben, den anschlag darnach machen und alsdann einbringen kann.

Zum andern, was die halsund armbänder, claynotter, ring, rosen, perl, und alle andere von jaspis, cristall und dergleichen trinkgeschirr belangt, weil solche weder im ungelt noch in den gräniczollambt angesagt und man nicht eigentlichen wissen kann, welche handelsleut und wie viel jeder derselben claynotter und edelgestein im handel oder verkauft hat, das wegen dieser wahren umb ein gewisse suma per pausen traotirt und angenommen würde.

Dieweil dann auch neben diesem ausser der bürgerlichen hofhandelsleut und Juden noch andere frembde jährlichen umb viel taussend gulden claynotter und edelgestein ins land führen und verkaufen, dass auch ein mittel gesucht, wodurch sie solches anzeigen und dem landsbeschluss nach versteuern mussten. Damit aber sich niemand wegen der Unwissenheit entschuldigen möchte, solches durch ein offenes mandat angeschlagen und alle und jeder dergleichen edelgestein bei ein poen anzumelden bevohlen werde.

Dieser jetztgemelter relation haben wir auch nachgedacht und befinden gleichwöhln,dass dieselb nicht weniger nachmahln in acht zu nehmiben; wollten derwegen gehorsamblichen geraten haben, obwohl als obgedacht die guldenund silberwahren, welche im Ungelt angesagt werden müssen und durch angedeute mandata die inlendische, dann hofund andere handelsleut, Christen und Juden, alle claynotter und edelgestein ingleichen angesagt werden müssten, dass doch solches gar schwer zu erlangen sein und sich sonderlichen die hofhandelsleut und andere frembde darwidersetzen, auch alle weege, wardurch sie ihre wahren fortund durchbringen suechen werden, dass der ursachen mit ihnen auf die laden und jedes handel gelegenheit geschlossen, oder aber per pausch auch etliche taussend gulden ein hulf von inen begert werde. Derwegen sie sich selbst wol untereinander vergleichen werden, mit der bedrowung, wann sie eine solche billiche handlung nicht annehmen würden, dass alsdann mittel nicht mangeln, sie hierzu zu compelliren und zu zwingen, wie dann auf solchen fall den hochlöblichen landstenden in Beheimb bevorstünde, nun alle wahren in gemein, beedes in claynotter, gold- und silberstück, im Ungelt nicht eröffnen zu lassen, bis sie zuvor ihre anlag richtig machen und wann einer betreten, so von claynottern, edelgestein, goldoder Silberporten und dergleichen, was unangesagt verkauft, dass solches confisciert und für ein richtiges contraband gebalten werden sollte.

Letzlichen, so hetten wir zwar einen weg als den andern, die inländische und hofhandelsleut, auch Juden, wegen dieser anlag gern für uns erfordert und dieser handlung einen anfang gemacht, befinden aber, dass hierzue wegen mehrers ansehens gleichwohl andere commissarien vonnöten, welche den handelsleuten besser zu zusprechen haben und daran auch hinwieder im öffentlichen landtag den hochlöblichen landstenden selbst mindlichen zu referieren wussten, dass diesorts wegen dieser anlag nichts unterlassen worden. Darzue wir dann für guet halten, dass S. Gd. herr Hans Wenzl Poppl und dann der herr Herolt Wenzel Liebsteinsky ven Kolowrat freiherr, obrister einnember, dem es dann auch ex officio gebuert und wegen der hofhandelsleut der herr hofmarschalk ersuecht wurde


[Jan Václav z Lobkovic, pán na Věronicích, Veltrubích a Jiřetíně, od r. 1600 hejtman Starého města pražského, Herolt Václav Libštejnský z Kolovrat byl nejvyšším berníkem od r. 1605, volen jsa vždy znovu každého roku; srv. "Sněmy české XI. sv. 1" str. 164, XII. str. 200 a tisk. sněmovních artikulů, vydaný u dědiců Daniela Adama z Veleslavína v květnu 1607 str. XXX. Císařským dvorním maršálkem byl Jakob svobodný pán Breuner ke zmínce o dvorním maršálku připojena jest na okraji touže rukou tato poznámka: Herr obrister hofmarschalch ist pillich selbst dabei zu befürderung der Sachen, woll er aber nit, alsdann könnt ein reichshofrat verordnet werden], dass er hierzue einen reiehshoftrat vermügen und verordnen wolle, wie dann zu hoffen, wann diese handlung mit einem mehrern ansehen recht fortgestellt, dass demnach etwas gericht werden möchte. Euer gnaden und gestrengen uns gehorsamlichen bevehlend, Euer gnaden und gestrengen gehorsame

Hans Uinderholzer m. p.

Johann Plateis m. p.

Christoff Kober m. p.

Georg Rattich m. p. [Hans Underholzer byl sekretářem v Dvorské komoře. O Janu Platejsovi viz v pozn. 2. Kryštof Kober pocházel z rodiny slezského původu, byl měšťanem malostranským a od r. 1588 ingrosátorem menších desk zemských. Od r. 1604, nebo o něco dříve, stal se radou v účtárně České komory. V r. 1609 byl zvolen defensorem fidei za stav městský a r. 1618 jedním z 30 direktorů; život svůj skončil na Staroměstském náměstí 21. června 1621. Jiří Rattych byl krumpléř a malostranský měšťan, jemuž patřil dům u "Zlatého anděla" v Nerudově ulici].




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