105. V Praze 3. dubna 1607.

Král České komoře připomíná, ze příjem z české domovní berně svatojiřského termínu 1607 nemůže býti dle jejího návrhu užit na krytí komorních potřeb, neboť tato daň je povolována výhradně pro obranu hranic uherských horních měst, kde jest jí po novém jejich převzetí velmi třeba a jiné její užití vyvolalo by nesnáze na příštím českém sněmu. Nechť tedy komora učiní naopak vše pro brzké její odevzdání k naznačenému účelu.

Koncept v archivu Dvorské komory (nyní archiv Pražského hradu) oddělení ,Böhmen 1607 April.' Pod textem: ,An die Behmische camer' a jinou rukou ,Legit dominus preses et placuit, 3. Aprilis 1607. '

Rudolf etc. Wir haben gleichwol in gnaden verstanden, was Ihr über vorigs jezo abermaln weegen deren uns noch vom verschienen 1606 Jahr hinterstelligen unsers künigreichs Behaimb haus- oder gränizsteurn bei uns gehorsam angebracht und aus was ursachen Ihr Euch dieses gefeil zu etlichermassen abrichtung unserer camerschulden bei Euch, insonderheit aber des berait annahenden termina Georgi in handen zu lassen gebeten habt, inmassen den auch uns gegenwürtiger unser camerstand und beschwärter schuMenlast bei Euch nit unbewust ist, welchen nach sonsten wir unsere tails gnedigist nit ungenaigt weren, Euch ditsfals begertermassen die hülfliche hand zu bieten.

Weil aber solches ainmal nit sein kan aus ursach, das dise haussteur nit allein, wie Ihr wüsst, immediate und alleinig zum perkstetterischen gränizweesen gewidmet und assignirt, sondern auch den landtagsschlues gmäs sich anderswohin kains weegs verwenden last, zu dem, das die not und gefahr bei jeztgemelter perkstetterischen gräniz, sonderlich bei jeziger derselben wider ubernembung, so gros ist, also das in mangi zeitlicher remedirung gar der verlust derselben - welches aber der Almechtig lang mit gnaden verhuete - drauf hafte, daheer man diser gränizsteur hierzue kainsweegs antraten kan, sondern eusserist und unempärlich bedürftig ist, zumahl das wir auch zu ersezung dises mangls bei gegenwürtigen unsern wissentlichen hohen obligen in anderweeg einiches mittl weder haben noch wissen. Dessen zu geschweigen, das es unsere erachtens gar nicht tuelich wäre, da man mit diser haussteur, als welche, wie gehört, zu ainem so wichtigen werk deputirt und gehörig, andere privatschulden abrichten, dagegen aber das gmaine weesen in so grosse eusseriste not, wie verstanden, gesezt werden solte, dessen sich den auch unsere getreue stend dises künigreichs Behaimb selbst, wann sy es erfarn solten, hoch beschwärn wuerden und also uns und deme der zeit ohne das aufs höchste bedrängten gmainen weesen auf künftigen landtagshandlungen allerhand nachteilige difficulteten Ursachen dörfte.

Als habt Ihr selbst gehorsamb zu erweegen, wie sich bei solcher jez angedeuten beschaf-fenheit wol anders tuen last, denn das es mit disem gefeil der fehrtigen 1606 jarigen haussteur bei seiner berait ausgezaigten mass verbleibe und gelassen werde, inmassen wir den auch darauf unserer kais. Hofcamer jezo abermal aufs neue bevelch geben, das nemlich sy dise houssteur fürderlichist zur hand bringen und auf mehrermelter perkstetterischen gräniz so hoch angelegene notturften anwenden solle, wie Ihr solches alles aus beiverwarter abschrift unsere jezo an sy abgaben [en] kais. bevelchschreibens mit mehrem gehoreamblich zu vernemben, Euch hiemit gleichsfals gnediglich bevehlend, das Ihr Euch Eures tails disen unsern gnedigisten willen und Verordnung, wie billich, gehoreamblich und unwaigerlich accomodiret und nemlich voraufgetragener massen alles vleises daranseit und befürdern helfet, damit solche fehrtige haussteur numehr ohne fernem geferlichen verzueg fürderlichist erlangt und ermelter unserer kais. hofcamer zu gehörten, so hoch angelegneu gräniz notturften gegen gebreuchiger quittung gevolgt werde, wie Ihr gehorsamblich zu tuen wüsst. Daran erstattet Ihr unsern etc. Geben Prag den 3. Aprilis anno 1607.




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