129. Arcibiskup Pražský žádá císaře, aby fary a kollatury na statcích manželce Ladislava Popela s Lobkovic navrácených, jež luteránští predikanti od tohoto na nich dosazení dobrovolně opustili, pro sebe vymínil.

1595, 5. září (praesent). — Koncept v archivu arcibiskupském v Praze. Emanata 1583—98.

Allergnädigister Römischer Kaiser und Herr! Nachdem ich vernomben, dass E. Kais. Mt. allergnädigist bewilligt haben, dass Frau Ladislain Poplin etliche Güter einzuantworten und uf denselben ich hievor aus Bewilligung E. Kais. Mt. etliche Pfarrer eingesetzt, dann auch die lutherische Prädikanten, welche der Herr Ladislaw Popel, als er die katholischen vertrieben, dorthin geordnet, selbst gutwillig die Pfarren verlassen haben, ist mein unterthänigist Bitt an E. Kais. Mt., die wollen dem Herrn behemischen Kammerpräsidenten oder den Commissarien gnädigist befehlen, dass man die Pfarren und Collaturen E. Kais. Mt. vorbehalten und die jetzige ordentliche Priester nit vertreiben lassen solle. Und obwohl ich vorzeitlich solchs an Herrn Präsidenten ersucht, ist mir doch unbewusst, was diesfalls geschehen möchte, also dass ich muss zu E. Kais. Mt. recurrieren; dann ich vernimb, dass morgen die Comissarien verreisen sollen. Wollte nicht gern, dass vieler Leut Seelen Seeligkeit von mir versaumbet würde. Thue E. Mt. mich zu kaiserlichen Gnaden unterthänigist befehlchen.




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