104. Die Bevollmächtigten der Herzöge Wilhelm und Ludwig von Bayern versprechen dem Oberstburggrafen zu Prag, Zdenko Lew zu Rožmital, dass, falls er mit seiner Stimme einem der genannten Herzöge zur böhmischen Krone verhilft, der so gewählte König sowohl ihm, Lew, als auch dem Christoph von Schwamberg zu ihrer Gerechtigkeit gegen die Herren von Rosenberg verhelfen und ihnen die nach Wladislaw und Ludwig noch ausstehenden Forderungen bezahlen soll.

dd. Prag, 20. Okt. 1526. Original im Reichsarchiv in München, 1/I fol. 8.

Wir Johann Freiherr zum Degenberg, Grosshofmeister in Niedern Bairn, Sigmund von Schwarzenstein zu Engelberg, Vitzthumb zu Straubing, Ludwig von Pientzenau zu Wildenholzen, Marschalch und Hans Weissenuelder bekennen sagentlich und thun kund allermenniglich mit dem offen Briefe: Nachdem die durchleuchtigen hochgebornen Fürsten und Herrn, Herr Wilhelm und Herr Ludwig, Pfallentzgrafen bei Rheine, Herzogen in Obern und Niedern Bairn, unser genedig Herrn, uns allher verordent, Befelh und vollen Gewalt geben, bei den Herrn und Stenden des Kunigreichs Beheim zu handlen und zu bitten, im f. G. die kinigelich Cron zu erwerben und wir auf sollichen Befelh und Gewalt mit allem unterthenigem und getreuem Fleiss die Sach zu verrichten gehandelt, auch bei dem wolgeborenen Herrn, Herrn Zdenko Leben zu Rosental und Blatna, obristen Burggrafen zu Prag, hochgedetchter unser genedigen Herrn halben alle Gutwilligkeit befunden, dass wir ime darauf in Namen und anstatt irer f. G., auch auf das Schreiben, so unser genediger Herr, Herzog Wilhelm ime mit eigner Hand gethon und durch Herrn Bredislawen von Schwihau zugeschickt und uberantwurt, bei unsern waren Treuen versprochen und zugesagt und thun das in Kraft dies Briefs, so er mit seiner Stimm und Furdrung behilflich ist, das hochgedetchter unser genediger Herrn einer zu Kunig erweit, angenommen und gekrönt würdet, so soll derselb Kunig ime Herr Leben, auch Herrn Cristofen Herrn zu Swamberg auf Klingenberg aller irer Gerechtigheit, die sie zu und gegen den Herrn von Rosenberg haben, verhelfen und sie, auch ire Erben bis zu Erlangung derselben mit stattlicher Hilf nit verlassen, sonder inen dieselben genediglich mitteilen und darzu ime all und jede Schulden, die ime von weiland Kunig Wladislawen, auch Kunig Ludwigen, beder hochleblicher Gedechtnus, verschrieben und unbezahlt ausstendt, entrichten, bezahlen und derhalben genügig machen. Und sobald wir zu unsern genedigen Herrn kummen, sollen wir obgenannten Herrn Leben in den negsten vierzehen Tagen darnach des obgeschrieben unsers Zusagens und Versprechens halben, dass Ir f. G. dasselb also halten, vollziehen und bezahlen wellen, ein genügsame Verschreibung unter Irer f. G. secret Insiegl zuschicken und diesen unsern Brief damit wieder erledigen. Des zu Urkund haben wir ime diesen Brief mit unsern Handschriften unterschrieben und unsern Insiegeln und Ringpetschaften besiegelt.

Geben zu Prag Freitags nach Galli, als man zahlt nach Christi unsers Herrn Geburt funfzehen hundert und im sechsundzwaintzigisten Jahre.

Johann Freiherr zum Degenberg.

Sigmund von Schbarzenstein.

Ludwig von Pientzenau.

 

Hans Weissenfelder.

 




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