58. Antworten des Königs Ferdinand I auf die ihm hei seiner Wahl von den schlesischen Fürsten und Ständen zur Bestätigung vorgelegten Artikel.

Concepte im Archiv des k. k. Ministeriums des Innern in Wien. (I. A. 1. Mähren.)

Die erst Antwort auf 4 Artikel.

Beheimisch und hungerischer kun. Mt. Antwurt auf der Fürsten und anderer zugethanen Botschaften des Lands beider Schlesien furgebracht Artikel und Begern.

Erstlich als sich bemelt Fürsten und Gesandten auf vier Artikel Irer kun. Mt. gesandten Botschaften auf dem Landtag zu Luebschitz schriftlich mitgegeben, lennden (sic), gibt Ir kun. Mt. auf den ersten Artikel belangend Bestattung irer Freiheit, Gerechtigkeit, Privilegien und gut alt Gwonheiten zu Antwurt.,

Auf den andern betreffend, dass Ir Mt. auf niemands Ansuchen ichtes schweren oder annehmen welle, das iren Freiheiten entgegen war etc.

Auf den dritten.

Auf den vierten.

Und als gedacht Fürsten und Gesandten in irer hiez uberantwurten Schrift etlich mehr Artikel furbringen, darunter nemlich der erst Zwispalt zwischen Geistlichen und Weltlichen beruert, ist kun. Mt. Antwurt.

Auf den andern.

Die ander Antwurt.

Auf den ersten Artikel der Freiheiten lassen kun. Mt. bei Ihrer gestrigen Antwurt und Bewilligen bleiben und will inen deshalb gern schriftlich Urkund geben.

3. Kun. Mt. lasst es bei Irer Mt. gestrigen Antwurt und will Ir. Mt. inen deshalb auch gern brieflichen Schein zustellen.

4. Bleibt in Rue.

Der Münz bleibt auch.

Der Geistlikeit halb lasst Ir Mt. gefallen, dass sich Geistlich und Weltlich mit einander versuchen zu vergleichen, doch Irer Mt. solch Vergleichung vor Beschluss derselben zu übersenden.

a) Belangund Sperrung der Hantierung in Polan bleibt,

b) Desgleich der Artikel die Hantierung in Österreich. (Mit anderer Schrift verbessert: durch Österreich gen Venedig.)

c) Ir Mt. ist auch willig, ir Beger nach im sibenden Artikel die Wort hinzustellen.

Auf den achten Artikel lassen Ir. Mt. pei ir vorgegeben Antwurt und der Gesandten Beger bleiben.

Auf den neunten Artikel sollen sie Irer Mt. solch Beschluss zu bequemer Zeit furbringen, darauf will alsdann Ir Mt. weiter Handlung furnemen und was Ir Mt. dem Land darin zu gutem handlen mag, gnediglich bedacht sein.

Den zehenden Artikel bewilligt Ir Mt.

Von wegen der Hauptleut Befelh des Bischofs und der Geistlichen Zehend halben.

Die erst Antwort auf 12 Artikel.

Ad 1.

Ir kun. Mt. hat bisher mit allem Fleiss bedacht das vorzunehmen, das dem allmechtigen Gott zu Lob und zu christlicher Einigkeit dienstlich war, das will Ir Mt. nochmalen und sonderlich, so Ir Mt. ins Land kumbt, allen Fleiss darin furwenden. Mittlerzeit versieht sich Ir Mt., sie werden ein gut, ordentlich, christlich Leben führen und halten.

Ad 2.

Will sich Ir Mt. so die ins Land Beheim kumbt, hierin Urkunden; aber nicht dest minder sollen sie hierin ir Beschwer eigentlich in Schrift stellen, damit Ir Mt. dest gruntlicher darin handeln mag.

Ad 3.

Sollen sie Ir kun. Mt. ir Beschwer schriftlich zustellen und daneben ir Gutbedunken anzeigen, welichermassen mit dem Kunig von Polen zu handlen sei, well alsdann Ir Mt. ire Potschaft, so sie peim Kunig hat, darin zu handeln Bereich geben.

Ad 4.

Kun. Mt. will sich hierin erkunden und inen alsdann gepurlich Antwurt geben.

Ad 5.

Sie sollen ir Schaden in Schrift stellen, auch sie benennen, die inen solches zugefuegt haben, so ist Ir Mt. gnediglich gneigt, inen hierin Hilf zu erzeigen. Aber dieweil sie wissen, wie die Sachen jezo in Hungern stehen, mugen sie selb gedenken, dass sie vielleicht hierin ein Zeit Geduld tragen müssen.

Ad 6.

Sie sollen solichen Landfried zu glegner Zeit Ihrer Mt. furbringen; will Ir Mt. alsdann darin, was zu Furdrung Fried und Rechtens dienstlich, als der alweg dorzu gneigt, gnediglich hiezu fordern gedacht sein.

Ad 7.

So Ir kun. Mt. ins Land kumbt, well sich Ir Mt. solchs Zwist erkunden, auch ir Beschwer der Widerparten vorhalten und alsdann Fleiss haben, sie derhalb gutlich zu vergleichen oder endlich entscheiden.

Ad 8.

Ist Ir kun. Mt. vormals gnediglich gewillt gwest, etlich Räth aus der Schlesy zu nehmen, des ist Ir Mt. nochmalen willig.

Ad 9.

Ir kun. Mt. will sich hierin erkunden, desgleich sollen sie Ir Mt. ir Gutbedunken auch anzeigen und was alsdann Ir Mt. darin dem Land zu gutem thun kann, will Ir Mt. auch gnediglich auf bedacht sein.

Ad 10.

Ir kun. Mt. welle den Hauptleuten befelchen, dass sie hierin Fursehung thun, damit die Geistlichen wider Pilligkeit nicht beschwert werden, pis an Ir Mt. Ankunft ins Land oder ferer Fursehung.

Ad 11.

Was rechtmässiger Schulden und Ir Mt. zu bezahlen schuldig sein, will Ir Mt. gnediglich bezahlen.

Ad 12.

Bleibt pei vorgeschrieben Antwurt.




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